Aufstiegs-BAföG – Ideal für Berufspraktiker

Aus Meister-BAföG wird Aufstiegs-BAföG!

Bis zu 15.000,– € Unterstützung vom Staat

BAföG: Diese finanzielle Unterstützung gab es früher nur für Hochschulstudenten und Schüler. Jetzt können auch Berufspraktiker ihren Lehrgang komplett über BAföG finanzieren: und zwar über das sogenannte Aufstiegs-BAföG.

Für Aufstiegsfortbildungen und zur Existenzgründung

Grundsätzlich richtet sich die Gewährung des Aufstiegs-BAföGs nach dem Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (AFBG). Das Ziel ist es, Berufspraktiker bei einer beruflichen Aufstiegsfortbildung finanziell zu unterstützen bzw. sie zu Existenzgründungen zu ermuntern. Aufgrund dieser Ziele ist die Vergabe des AufstiegsBAföGs an bestimmte Voraussetzungen gebunden.

Für welche SGD-Lehrgänge können Sie Aufstiegs-BAföG beantragen?

Sie können das Aufstiegs-BAföG für fast alle Lehrgänge beantragen, die auf öffentlich-rechtliche Abschlüsse oder auf gleichwertige Prüfungen nach Bundes- oder Landesrecht vorbereiten. Dazu zählen:

  1. IHK-Abschlüsse (beispielsweise Industriemeister/in Metall IHK bzw. Geprüfte/r Fachwirt/in für Marketing IHK)
  2. staatliche Prüfungen (beispielsweise Staatlich geprüfte/r Betriebswirt/in bzw. Staatlich geprüfte/r Mechatroniktechniker/in)

Ob Sie für einen entsprechenden Lehrgang Aufstiegs-BAföG beziehen können, ist von qualitativen, zeitlichen und persönlichen Voraussetzungen abhängig. Im Folgenden stellen wir Ihnen die einzelnen Kriterien kurz vor.

Welche qualitativen und zeitlichen Voraussetzungen
muss die Fortbildung erfüllen?

  1. Ihr angestrebter Lehrgang muss für Sie eine Aufstiegsfortbildung darstellen.
  2. Die Fortbildung muss auf einen Abschluss vorbereiten (also z. B. auf einen IHK- oder staatlichen Abschluss), der über dem Niveau einer Facharbeiter-, Gesellen-, Gehilfenprüfung oder eines Berufsfachschulabschlusses liegt.
  3. Bei Teilzeitmaßnahmen (dazu zählen auch Fernkurse) müssen die Lehrveranstaltungen innerhalb von 8 Monaten mindestens 150 Unterrichtsstunden umfassen.

Erhalten Sie Meister-BAföG auch für einen Fernkurs?

Ja. Und zwar dann, wenn der Fernkurs von der Staatlichen Zentralstelle für Fernunterricht (ZFU) in Köln geprüft und zugelassen ist. Dies trifft auf alle SGD-Kurse zu.

Zusätzlich hat Ihr Fernkurs die allgemeinen Fördervoraussetzungen des Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetzes zu erfüllen. Der Fernkurs muss also auf öffentlich-rechtliche Prüfungen vorbereiten usw.

Welche Voraussetzungen müssen Sie erfüllen?

Ihre berufliche Vorbildung

Sie können das Aufstiegs-BAföG beantragen, wenn Sie Handwerker oder eine Fachkraft sind. Dabei müssen Sie über eine nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG) oder der Handwerksordnung (HwO) anerkannte, abgeschlossene Erstausbildung verfügen oder über einen vergleichbaren Berufsabschluss.

Sie besitzen keine abgeschlossene Berufsausbildung?

Sie können auch dann Aufstiegs-BAföG beantragen, wenn Sie nicht über eine abgeschlossene Berufsausbildung verfügen. In diesem Fall brauchen Sie aber eine mehrjährige einschlägige Berufspraxis. Diese muss fachlich zu Ihrem angestrebten Fortbildungsziel passen.

Wie viel Berufspraxis Sie nachweisen müssen, unterscheidet sich von Lehrgangsziel zu Lehrgangsziel. Bitte informieren Sie sich deshalb darüber, was speziell für Sie und Ihren Lehrgang gilt. Auskunft erhalten Sie bei der Behörde, die für Ihren Aufstiegs-BAföG-Antrag zuständig ist. Das kann von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich sein. In der Regel ist es deshalb empfehlenswert, wenn Sie sich zunächst an Ihr Landratsamt wenden.

Zusätzlich finden Sie in der SGD-Finanzierungsbroschüre auf Seite 13 eine Internetadresse sowie eine Telefonnummer. Dort erhalten Sie qualifizierte Informationen.

Gibt es eine Altersgrenze für die Gewährung von BAföG?

Nein. Eine solche Grenze gibt es nicht.

Welche finanziellen Leistungen erhalten Sie?

Zum 01.08.2016 steigen die maximalen Unterhaltsbeiträge beim Aufstiegs-BAföG:

  1. für Alleinstehende von 697,– € auf 768,– €/Monat
  2. für Alleinerziehende von 907,– € auf 1.003,– €/Monat
  3. für Verheiratete mit 1 Kind von 1.122,– € auf 1.238,– €/Monat
  4. für Verheiratete mit 2 Kindern von 1.332,– € auf 1.473,– €/Monat

Die Zuschussanteile* steigen: für Teilnehmer, Ehegatten und Lebenspartner von 44 % auf 50 %, für Kinder auf 55 %. Alleinerziehende erhalten zusätzlich einen einkommensunabhängigen Kinderbetreuungszuschlag. Er steigt von 113,– € auf 130,– €/Monat.

Die Vermögensfreibeträge steigen um fast 10.000,– € auf 45.000,– € pro Teilnehmer; für Ehepartner und Kinder um 300,– € auf 2.100,– €.

Die Einkommensfreibeträge steigen ebenfalls: Für die Fortbildungsteilnehmer sind ab dem 01.08.2016 290,– € /Monat frei (bisher 255,– €).

Sie erhalten einen Maßnahmebeitrag in Höhe der tatsächlich anfallenden Lehrgangs- und Prüfungsgebühren, höchstens jedoch bis derzeit 15.000,– €. Auch die Kosten einer evtl. anfallenden Prüfungsgebühr müssen Sie nachweisen. Schicken Sie eine Kopie des Gebührenbescheids an die Behörde, die Ihren Aufstiegs-BAföG-Antrag bewilligt hat. Fast alle SGD-Kurse liegen unter der Höchstgrenze von 15.000,– €.

Das „Meisterstück“ wird mit 2.000,– € (bisher rund 1.500 ,– € ) gefördert. Die Zuschussanteile* steigen jeweils auf 40 %. Auch der „Erfolgsbonus“ steigt: Wer die Abschlussprüfung besteht, bekommt 40 % des Restdarlehens für Lehrgangs- und Prüfungskosten erlassen.

Der Maßnahmebeitrag besteht aus zwei Anteilen: einem Zuschuss von 40 % (diesen müssen Sie nicht zurückzahlen) und einem Bankdarlehen. Das Darlehen ist während der Fortbildung und während einer anschließenden Karenzzeit von 2 Jahren – längstens jedoch 6 Jahre – zins- und tilgungsfrei. Darüber hinaus gelten vor allem für zukünftige Existenzgründer besonders günstige Rückzahlkonditionen. Sie müssen das Ihnen zustehende Darlehen aber nicht in Anspruch nehmen.

Wie lange wird das Aufstiegs-BAföG gezahlt?

Die Förderdauer entspricht der Regelstudienzeit des Fernlehrgangs. Die regelmäßige Lehrgangsteilnahme weisen Sie durch die Bearbeitung der Einsendeaufgaben, die Teilnahme an den verpflichtenden Seminarstunden des Lehrgangs und das Formblatt F nach. Verpflichtende Seminaranteile sind innerhalb der Regelstudienzeit zu belegen

Haben Sie einen Rechtsanspruch auf das Aufstiegs-BAföG?

Ja. Es besteht ein individueller Rechtsanspruch. Bedingung ist, dass Sie selbst sowie der Fortbildungskurs die gesetzlich geforderten Voraussetzungen erfüllen. Die wesentlichen Punkte haben wir Ihnen bereits kurz genannt.

Für diese SGD-Kurse können Sie in der Regel (je nach zuständiger Behörde) Aufstiegs-BAföG beantragen:
  1. Staatlich geprüfte/r Maschinenbautechniker/in***
  2. Staatlich geprüfte/r Techniker/in – Fachrichtung Elektrotechnik: Schwerpunkt Informations- und Kommunikationstechnik***
  3. Staatlich geprüfte/r Mechatroniktechniker/in
  4. Staatlich geprüfte/r Chemietechniker/in
  5. Staatlich geprüfte/r Techniker/in – Fachrichtung Elektrotechnik: Schwerpunkt Energie- und Automatisierungstechnik
  6. Staatlich geprüfte/r Techniker/in der Fachrichtung Bautechnik, Schwerpunkt Tiefbau
  7. Geprüfte/r Industriemeister/in IHK Metall – Meisternetz
  8. Geprüfte/r Industriemeister/in IHK Metall – Meisternetz mit AEVO
  9. Geprüfte/r Industriemeister/in Metall AEVO
  10. Geprüfte/r Industriemeister/in IHK Elektrotechnik
  11. Geprüfte/r Industriemeister/in IHK Elektrotechnik AEVO
  12. Meister/in für Bahnverkehr mit AEVO
  13. Geprüfte/r Technischer Betriebswirt/in IHK
  14. Geprüfte/r Industriefachwirt/in IHK**
  15. Geprüfte/r Handelsfachwirt/in IHK**
  16. Geprüfte/r Fachwirt/in für Marketing IHK**
  17. Geprüfte/r Immobilienfachwirt/in IHK**
  18. Fachwirt/in im Sozial- und Gesundheitswesen IHK
  19. Geprüfte/r Bilanzbuchhalter/in IHK**
  20. Steuerfachwirt/in – Vorbereitungskurs*
  21. Staatlich geprüfte/r Betriebswirt/in – Personalwirtschaft,
  22. Staatlich geprüfte/r Betriebswirt/in – Absatzwirtschaft
  23. Staatlich geprüfte/r Betriebswirt/in – Finanzwirtschaft
  24. Staatlich geprüfte/r Betriebswirt/in – Wirtschaftsinformatik
  25. Staatlich geprüfte/r Betriebswirt/in – Touristik/Fremdenverkehr
  26. Staatlich geprüfte/r Betriebswirt/in – Logistik
  27. Geprüfte/r Personalfachkaufmann/-frau IHK**
  28. Geprüfte/r Tourismusfachwirt/in IHK
  29. Geprüfte/r Wirtschaftsfachwirt/in IHK

* Die Steuerberaterkammer des zuständigen Landkreises prüft die Voraussetzungen. Unterlagen werden keine benötigt.
** Sie können Ihre Zulassungsvoraussetzung selbständig durch die zuständige IHK prüfen lassen. Unterlagen werden dann nicht benötigt.
*** Zeugniskopien bitte in beglaubigter Form vorlegen.

So beantragen Sie Aufstiegs-BAföG für einen SGD-Kurs:

  1. Suchen Sie sich einen SGD-Kurs aus, für den Sie Aufstiegs-BAföG erhalten können. Ihr Fernlehrgang darf höchstens 48 Monate dauern.
  2. Lassen Sie sich von der zuständigen Behörde einen Förderantrag aushändigen.
  3. Schicken Sie Ihre ausgefüllte und unterschriebene Studienanmeldung zusammen mit zwei Formblättern aus dem Aufstiegs-BAföG-Förderantrag an die SGD.

Sie haben weitere Fragen?

Sie erhalten umfassende Informationen zum Aufstiegs-BAföG im Internet (hier finden Sie auch Antragsformulare und die Adressen der zuständigen Ämter für Ausbildungsförderung):

www.aufstiegs-bafoeg.de

telefonisch unter der gebührenfreien Hotline des Bundesministeriums für Bildung und Forschung sowie des Bundesministeriums für Wirtschaft und Arbeit

Telefon: 0800-6223634

* Das „Aufstiegs-BAföG“ besteht grundsätzlich aus Zuschüssen und zinsgünstigen Darlehensanteilen.

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