23. September 2021
Lesedauer: ca. 3 Minuten

Verliebt ins Lernen? Sehr gut!

Wir lernen für die Schule, für die Karriere, fürs Leben – und für unser Wohlbefinden! Denn Neues zu entdecken tut einfach gut – und macht uns glücklich.

Lernen ist ein Muss? Stimmt! Es hilft uns dabei, im Job voranzukommen, spannende Aufgaben zu übernehmen, unsere Talente zu fördern und die Welt besser zu verstehen. Aber das Schönste daran: Es macht auch einfach Spaß! Und tatsächlich trägt Lernen mehr zu unserem Wohlbefinden bei, als uns vielleicht bewusst ist.

Aufs Lernen programmiert

In unserem Gehirn ist eine ganze Menge los. Neben der Steuerung der grundlegenden Körperfunktionen hat es vor allem eine Aufgabe: das Lernen. Wissenschaftler bezeichnen das Gehirn darum oft auch als Lernorgan. Es nimmt Reize aus der Umwelt auf, verarbeitet sie und versucht, sich einen Reim darauf zu machen. Und so lernen wir kontinuierlich, oft sogar ohne es merken, und finden uns immer besser in der Welt zurecht.

Damit es auch immer so weitergeht und wir nicht irgendwann genug haben von neuen Eindrücken, hat uns die Natur mit einem praktischen Mechanismus ausgestattet. Denn: Wenn wir neugierig sind und etwas Unbekanntes entdecken, schüttet unser Gehirn den Botenstoff Dopamin aus. Dieser ist auch als eines der Glückshormone bekannt und wirkt wie eine Art Lernkatalysator. Die Kettenreaktion „Lernen – Dopaminausschüttung – Glücksgefühle“ sorgt dafür, dass wir uns gut fühlen, wenn wir neues Wissen erlangen. Lernen bereitet uns Freude.

Ein Muskel wird trainiert

Dopamin sorgt jedoch nicht nur für einen kleinen Glücksrausch. Forscher gehen davon aus, dass der Botenstoff den Nervenzellen dabei hilft, Gelerntes noch besser zu verarbeiten. Denn beim Lernen entstehen neue Verknüpfungen im Gehirn, und Dopamin scheint die Bildung dieser Verknüpfungen zu fördern.

Gerne wird das Gehirn auch mit einem Muskel verglichen: Je mehr es trainiert wird, desto leistungsfähiger wird es. Wer sein Gehirn regelmäßig mit neuen Impulsen versorgt, hält sich geistig flexibel – und bleibt auch im Alter jung im Kopf. Vieles deutet sogar darauf hin, dass man mit Gehirntraining bis zu einem gewissen Grad Demenz vorbeugen kann.

Die eigene Stärke spüren

Einem neuronalen Feuerwerk ist es also zu verdanken, dass wir beim Lernen einen kleinen Freudentaumel erleben – vor allem dann, wenn wir ein Lernziel erreicht und eine Lektion erfolgreich abgeschlossen haben. Denn je ehrgeiziger das erreichte Ziel, desto größer ist auch der Glücksrausch darüber. Doch die Glücksgefühle sind nicht der einzige Grund, warum Lernen so wichtig für uns ist.

Einen weiteren wesentlichen Effekt spüren wir ganz deutlich: nämlich den Schub für unsere persönliche Entwicklung. Lernen macht uns bereit für neue Herausforderungen und kräftigt unser Selbstvertrauen. Wir werden eigenständiger, fühlen uns stärker und sogar Aufgaben gewachsen, die wir uns vorher noch nicht zugetraut haben.

Darum hat Lernen auch eine Strahlkraft auf andere Lebensbereiche, auch wenn wir uns zum Beispiel „nur“ in einem bestimmten Fachgebiet weiterbilden. Das gilt gerade dann, wenn wir es schaffen, berufsbegleitend eine anspruchsvolle Weiterbildung zu meistern. Diese Erfahrung hilft uns dabei, zukünftig Stresssituationen gelassener zu begegnen und uns mehr zuzutrauen. Durch Lernen gewinnen wir Vertrauen in uns selbst und unsere Stärken, und dieses Gefühl der Selbstwirksamkeit lässt uns mit Mut und Zuversicht in die Zukunft schauen.

Kein Wunder, dass sich so viele von uns ins Lernen verlieben. Und mit der sgd geht das zum Glück jederzeit und überall.

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