5. Juni 2020
Lesedauer: 3 Minuten

Trend 2020: Digitale Skills, flexible Lehre

Die aktuelle Kantar-Studie zeigt: Wer mit der modernen Arbeitswelt Schritt halten will, braucht digitale Kompetenzen – und flexible Weiterbildungsmöglichkeiten.

Durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie ist die Bedeutung von digitalen Kompetenzen noch weiter in den Fokus gerückt – und entsprechend die Bedeutung flexibler Fortbildungsmöglichkeiten. Weiterbildungsangebote sind für Unternehmen ein Muss: um sowohl im digitalen Wandel unserer Zeit als auch im Wettbewerb um qualifizierte Mitarbeiter*innen zu bestehen. So lautet eines der wichtigsten Ergebnisse der Kantar-Studie, bei der 300 Personalverantwortliche im Auftrag der sgd zu den „Weiterbildungstrends in Deutschland 2020“ befragt wurden. Ebenso wichtig ist die entsprechende Weiterbildung aber auch für Arbeitnehmer*innen, um ihre Karrierechancen zu erhöhen und sich für die Zukunft fit zu machen.

Weiterbildung als Karrieremotor
Dass Arbeitnehmer*innen, die sich in Eigeninitiative fortbilden, im Job einen klaren Vorsprung haben, wird bereits seit Beginn der Befragung im Jahr 2009 deutlich. Das bestätigt auch die aktuelle Studie: 85 Prozent der Personalverantwortlichen sind sich einig, dass die Weiterbildungsbereitschaft eine zentrale Rolle bei der Einstellung neuer Mitarbeiter*innen spielt. 90 Prozent betonen, dass sie sich hinsichtlich erweiterter Verantwortungs- und Aufgabenbereiche deutlich auf die Karriere auswirkt. Fernlernende beweisen ihren Vorgesetzten, dass sie ihre Weiterbildung eigenverantwortlich steuern und motiviert sind. Diese Skills sind in Zeiten des schnellen Wandels durch die Digitalisierung und vor allem in der aktuellen Krise durch die Corona-Pandemie für Unternehmen von unschätzbarem Wert.

Digitalisierung und Change: Es werden neue Skills benötigt
Rund die Hälfte der Befragten gibt an, dass die Entwicklung digitaler Fähigkeiten der Mitarbeiter*innen die Hauptherausforderung in den Unternehmen ist. Die folgenden Aspekte halten sie dabei für besonders wichtig: kontinuierliches Update von berufsrelevantem Wissen (92 %), Bereitschaft zur kontinuierlichen Veränderung (92 %), systematisches und kreatives Denken (93 %) und Abstraktionsfähigkeit (87 %). Ein Wert, der im Vergleich zur letzten Befragung vor zwei Jahren besonders deutlich gestiegen ist: die Bedeutung sozialer, kommunikativer und interkultureller Kompetenzen. Während 2018 noch 79 Prozent der Befragten angaben, dies als wichtig bis äußerst wichtig zu erachten, sind es 2020 bereits 91 Prozent.

„Die aktuelle Situation ist eine Herausforderung, für Unternehmen wie für Arbeitnehmer*innen. Jetzt ist Flexibilität gefragter denn je – und entsprechend flexible Lernmöglichkeiten. Das Stichwort heißt Reskilling: sich in den Bereichen fit machen, die in Zukunft gebraucht werden.“

Maziar Arsalan, Geschäftsführer der sgd

Die Krise als Chance für eine Qualifizierungsoffensive
Die Corona-Pandemie sorgt für einen weltweiten wirtschaftlichen Ausnahmezustand und wirkt sich auf Unternehmen in allen Branchen und Größenordnungen aus. Entsprechend hat die Zahl der Anmeldungen von Kurzarbeit 2020 bereits Rekordwerte erreicht. Auf die Frage, welche Chancen Weiterbildung in konjunkturell schwierigen Zeiten für Unternehmen und Mitarbeiter*innen eröffnet, antworten 62 Prozent der Personalverantwortlichen „Qualifizierung für neue Aufgaben“, 44 Prozent „Weiterentwicklung zu fachlichen Expert*innen“ und 37 Prozent „Weiterentwicklung digitaler Fähigkeiten“. Entsprechend bietet die aktuelle Krise auch eine Chance, sowohl für Unternehmen in Kurzarbeit als auch für Arbeitnehmer*innen.

Seit mehr als zwei Monaten beeinflussen die Kontaktbeschränkungen nahezu alle Lebensbereiche. Fernschulen wie die sgd sind in der Corona-Pandemie nicht von Schließungen betroffen. „Unsere Kursteilnehmer*innen sind mit den Lehrenden wie gewohnt über den OnlineCampus vernetzt und genießen alle Vorzüge der modernen Fernlehre: ortsunabhängig, flexibel und sicher“, so Maziar Arsalan, Geschäftsführer der sgd. „Besonders für Menschen und Unternehmen in Kurzarbeit ist es jetzt wichtig, entstandene Zeitfenster sinnvoll für eine Qualifizierungsoffensive, für Umschulungen und Fortbildungen, zu nutzen – und gestärkt aus dieser Krise hervorzugehen. In der aktuellen Situation wird besonders deutlich, warum die Fernlehre mit ihren flexiblen Möglichkeiten die Weiterbildungsart der Zukunft ist und ganz im Zeichen der New Work steht.“

Personalverantwortliche betonen Vorzüge der Fernlehre
Dass das Fernstudium immer beliebter wird, belegt die aktuelle Studie ebenfalls: 77 Prozent der Befragten geben an, Fernunterricht als berufsbegleitende Weiterbildungsmaßnahme für geeignet zu halten (Vergleich 2018: 72 %). Dabei spielt das Thema Flexibilität eine wichtige Rolle: Als besonders relevante Aspekte der Weiterbildungsorganisation nennen die Personalverantwortlichen das flexibel gestaltbare Lerntempo (90 %), die mobile und ortsunabhängige Lehre (84 %) sowie die frei wählbaren, unterschiedlichen Lernmethoden und -medien (89 %). Außerdem: die flexibel zusammenstellbaren Inhalte, beispielsweise durch Modularisierung (81 %) und durch die Möglichkeit, kürzere oder längere Unterbrechungen einzulegen (84 %). Eine zunehmende Bedeutung messen die Befragten auch den E-Medien bei: 85 Prozent schätzen E-Books als wichtig oder äußerst wichtig ein (Vergleich 2018: 75 %), bei Live-Webinaren sind es 79 Prozent (Vergleich 2018: 72 %).

Damit bestätigen die Studienergebnisse auch das erfolgreiche Konzept der sgd: „Eine berufsbegleitende Weiterbildung muss flexibel sein, darauf setzen wir bereits seit vielen Jahren: Unseren OnlineCampus bauen wir ständig weiter aus, um sgd-Kursteilnehmer*innen alle Vorzüge der modernen Fernlehre zu bieten. Und vor allem die Möglichkeit, die Weiterbildung an die individuellen Lebensumstände anpassen zu können, schätzen unsere Teilnehmer*innen sehr“, so Andreas Vollmer, Pädagogischer Direktor der sgd. „Beispielsweise haben wir unseren Studierenden aktuell durch die Umstellung von Seminaren auf Webinare die Möglichkeit geschaffen, ihren Kurs erfolgreich abzuschließen, ohne reisen zu müssen.“

Unternehmen profitieren – und unterstützen bei der Finanzierung
Ein Unternehmen, das seine Angestellten bei der Weiterbildung unterstützt, profitiert natürlich von topausgebildeten Mitarbeiter*innen. Dass die Vorteile auch darüber hinausgehen, belegt die Trendstudie ebenfalls, zum Beispiel durch die Bindung von Mitarbeiter*innen an das Unternehmen, wie 91 Prozent der Befragten angeben. Außerdem sind Weiterbildungsmaßnahmen zunehmend relevant für das Image als Arbeitgeber: Sie stehen für eine Unternehmenskultur des Lernens (88 %), zeigen Nachhaltigkeit in der Personalstrategie (86 %) und heben das Unternehmen von der Konkurrenz ab (82 %), so die Umfrageergebnisse.

„Viele Arbeitgeber unterstützen ihre Angestellten bei der Fortbildung. Sie ermöglichen flexible Arbeitszeiten und übernehmen Teile oder sogar die kompletten Kosten des Kurses – weil sie erkannt haben, welchen Mehrwert die kontinuierliche Weiterbildung der Angestellten für ihr Unternehmen bietet. Aktuell sind auch staatlich geförderte Weiterbildungen sehr gefragt. Die sgd berät umfassend und unterstützt bei der Beantragung.“

Andreas Vollmer, Pädagogischer Direktor der sgd

Kantar-Studie „Weiterbildungstrends in Deutschland 2020“

Bereits zum elften Mal führte Kantar im Auftrag der sgd die Umfrage „Weiterbildungstrends in Deutschland“ durch. Dafür wurden im März 2020 insgesamt 300 Personalverantwortliche online zu unterschiedlichen Aspekten der beruflichen Weiterbildung befragt.

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