31. März 2021
Lesedauer: ca. 2 Minuten

Raus aus dem Motivationstief!

Plötzlich ist der Schwung weg? Was Fernstudierende gegen einen waschechten Durchhänger tun können, verrät Expertin Stefanie Lehmann.

Endlich ist er da, der erste Tag im Fernstudium! Und alles ist perfekt vorbereitet: Notizblock, Laptop, Stift und Studienhefte liegen parat. Hoch motiviert geht es los, und die ersten Tage, Wochen, manchmal Monate vergehen wie im Flug. Doch früher oder später kann er auftauchen, der Knick. Nichts gelingt mehr, nichts macht mehr Spaß. Wie kommt es dazu, und was kann man tun, wenn plötzlich die Motivation am Boden ist?

″Ist gerade alles doof, im nächsten Leben werde ich Prinzessin, diese Situation kenne ich sehr gut″, erklärt Stefanie Lehmann, Buchautorin und Expertin für Motivation und Stress im Fernstudium. Und sie weiß: Anderen geht es genauso. Denn als Fernstudentin der angewandten Psychologie hat sie nicht nur selbst schon Durchhänger erlebt, sondern auch bei Mitstudierenden beobachtet - und sie hat gelernt, dieses Tief erfolgreich zu durchschreiten und hinter sich zu lassen. Nun gibt Lehmann ihr Wissen in Büchern und Webinaren an andere weiter.

Auflisten und überlisten
Warum jemand im Motivationstief landet, ist sehr individuell. Allen gemein ist ein Gefühl: Stress. ″Stress neben dem Studium ist das erste Anzeichen für das Motivationstief″, sagt Lehmann. Wer abseits des Studiums, etwa auf der Arbeit oder innerhalb der eigenen Familie unter Druck gerät, spürt den auch beim Studieren. ″Dann sind die Gedanken woanders, und es kommt zu diesen Phasen, in denen alles doof ist und ich nicht mehr will″, erzählt Lehmann weiter. ″Das Studium darf keinen Stress verursachen. Wenn das passiert, läuft etwas schief.″

Doch wie gegensteuern? ″Zügig handeln″, rät Lehmann. Dafür ist es wichtig, die genauen Ursachen für den Durchhänger herauszufinden. Dabei hilft eines: notieren, was momentan nicht geht oder eine*n stört. ″Ich sollte alles festhalten, was mich stresst oder am Weitermachen hindert, sei es eine Aufgabe im Studium, die lahme Internetverbindung oder dass mein*e Partner*in nicht wie versprochen heute für uns kocht″, so Lehmann. Dadurch erkennt man den individuellen Stresspegel und kann ihn bewerten. Und es fällt auf: Viele dieser Dinge lassen sich leicht beheben. ″Ich erkenne zum Beispiel Wissenslücken, die ich schließen kann″, so Lehmann. Habe jemand Probleme mit dem freien Schreiben, kann ein Kurs aushelfen. Sie fand zum Beispiel das Abtippen von Notizen lästig und kaufte sich daher eine Spracherkennungssoftware, die nun alles Gesprochene in Text umwandelt.

Aus eigener Erfahrung weiß sie auch: Was eine*n gestern noch genervt hat, ist am nächsten Tag schon nicht mehr ganz so wichtig. Um Motivationskiller zu erkennen, sammelt Lehmann daher all die störenden Dinge auf Zetteln, packt sie in einen Karteikartenkasten und schaut mit etwas Abstand noch einmal drauf. Dadurch bewertet sie diese neu und überlegt: ″Was ist davon heute noch wichtig?″

″Wenn man sich untereinander gut vernetzt, ist man nie allein.″

Stefanie Lehmann, Autorin und Coach

Motivierende Mitwisser
Doch was ist, wenn die Liste an Problemen immer länger wird und keine Lösung in Sicht ist? ″Es kann auch vorkommen, dass mir einfach alles über den Kopf wächst″, weiß Lehmann. Dann sollte niemand zögern und sich Hilfe suchen, vor allem, wenn der Lernstress auf die Gesundheit schlägt. ″Dann schrillen die Alarmglocken, und man sollte die Hilfsangebote der Fernschule oder eines Arztes oder einer Ärztin in Anspruch nehmen″, rät Lehmann. Anders sieht das bei den vermeintlich kleineren Ärgernissen aus. Hier können etwa andere Studierende unterstützen. ″Das Schöne am Fernstudium ist ja: Wenn man sich untereinander gut vernetzt, ist man nie allein″, betont Lehmann. Innerhalb einer Gruppe kann man sich nicht nur einfacher motivieren, sondern auch unterstützen. Denn was der eine nicht kann, kann die andere vielleicht umso besser und umgekehrt. Beispiel Mathe.

Probleme erkennen und lösen ist nur ein Schritt auf dem Weg, das Motivationstief zu überwinden. Ebenso wichtig sei es, sich daran zu erinnern, warum man sich eigentlich für einen Kurs oder ein Studium eingeschrieben hat. ″Viele fangen das Fernstudium ja an, weil sie etwas verändern möchten″, weiß Lehmann aus eigener Erfahrung. Sie selbst entschied sich 2017 für eine berufliche Veränderung, die stärker ihren Interessen entsprach und zudem mehr Spaß machte. Daher gilt bei einem akuten Durchhänger: nie das Ziel aus den Augen verlieren! ″Wohin möchte ich, was habe ich mir vom Studium versprochen, und welche Vorteile soll es mir bieten? Das sind die zentralen Fragen″, meint sie. Und dann erkennt man vielleicht auch einen der positiven Nebeneffekte des Studiums: dass man an den neuen Herausforderungen wächst und davon auch nach dem Fernstudium zehren kann.

Webinar
Sie sind auch im Motivationstief? Wie Sie es überwinden können, erklärt Stefanie Lehmann im Webinar am 27. April 2021. Zur Anmeldung gelangen Sie hier.

Ausgezeichnet: der sgd-Premium-Service
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Wenn es Ihnen zum Beispiel gerade schwerfällt, Fernstudium und Kindererziehung unter einen Hut zu bekommen, können Sie sich an eine eigens für Eltern eingerichtete Hotline wenden. Oder benötigen Sie mehr Zeit für Ihr Fernstudium, zum Beispiel wegen längerer Krankheit oder der Pflege eines Familienangehörigen? Dann können Sie sich mehr zeitlichen Puffer verschaffen und die Betreuungszeit verlängern - natürlich kostenfrei.

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