20. Juli 2021
Lesedauer: ca. 3 Minuten

Quereinstieg in die IT-Branche

Wenn das Stichwort Digitalisierung fällt, ist oft auch der Begriff Fachkräftemangel nicht weit. Und tatsächlich bietet die IT-Branche tolle Chancen für Quereinsteiger.

Einfach etwas ganz Neues machen und in einer anderen Branche Fuß fassen? Dazu bietet die Digitalisierung großartige Möglichkeiten. Denn für einen Quereinstieg ist die IT-Branche geradezu prädestiniert. Viele Berufe in diesem Bereich gab es vor wenigen Jahren noch gar nicht, und es kommen stetig neue dazu. Zudem werden Fachkräfte händeringend gesucht. Ein Quereinstieg ist daher nicht ungewöhnlich.

Gründe, Beruf und Branche zu wechseln, gibt es einige: zum Beispiel Neugier und die Lust auf etwas ganz anderes, vielfältigere Karriereaussichten oder ganz einfach der Wunsch, seinen Interessen auch im Job stärker zu folgen. So wie bei Alexander Weiß. Als er nach der Schule ins Berufsleben einsteigen wollte, war zunächst eine gute Portion Pragmatismus angezeigt. „Damals waren Ausbildungsstellen eher Mangelware“, berichtet Weiß. „Darum hatte ich mich für alle möglichen Berufe beworben: Automobilkaufmann, Tiefbauer, Straßenbauer … Schließlich hat es mit einer Ausbildung zum Kanalbauer geklappt.“

Vom Hobby zum Beruf
Aber es gab auch noch etwas, das ihn schon früh fasziniert hatte: die IT. „Schon als Kind habe ich oft vor dem Rechner gesessen“, erinnert sich Weiß. „Mein Vater war Informatiklehrer, und die Affinität für alles rund um den PC habe ich wohl von ihm geerbt.“ Über die Jahre eignete er sich umfangreiche Kenntnisse an. Als er mit seiner Freundin nach Leipzig zog, nutzte er den Ortswechsel gleich noch für einen Branchenwechsel.

Nach einem eineinhalbjährigen Ausflug in die Callcenter-Branche bekam Weiß eine Stelle bei einem internationalen IT-Konzern. „Hier war ich im Service-Desk, also im First-Level-Support tätig“, berichtet Weiß. „Das war mein Einstieg in die IT-Branche.“ Mit einem Arbeitgeberwechsel kamen schließlich noch einmal neue Aufgaben und mehr Verantwortung hinzu. Als Nachwuchs auf dem Weg war, wollten Weiß und seine Partnerin wieder in die Heimat. Über eine Zeitarbeitsfirma lernte Weiß seinen jetzigen Arbeitgeber kennen, der ihm schließlich auch eine Festanstellung anbot. Und nicht nur das.

Unterstützung vom Arbeitgeber
„Ich wurde gefragt, ob ich nicht eine Weiterbildung machen wollte“, erzählt Weiß. „Ich fand das ganz toll. Immerhin hatte ich mir mein Fachwissen selbst beigebracht. Mit einer Weiterbildung konnte ich nicht nur meine Kenntnisse weiter festigen, sondern bekam auch ein Zertifikat – und das ist für die Vita immer gut.“ Gerade Letzteres sei nicht zu unterschätzen. Denn: „Ein Quereinstieg ist schon schwierig“, meint Weiß. „Man muss auf Führungskräfte treffen, die dafür offen sind. Es gibt immer noch relativ viele, die sagen, man braucht ein Studium oder einen ordentlichen Abschluss, um in diesem Beruf sattelfest zu sein.“

Um seinem Praxiswissen ein solides Fundament zu geben, absolvierte Weiß bei der sgd ein Fernstudium zum „Fachinformatiker – Weiterbildung zum Schwerpunkt Systemintegration“. Sein Arbeitgeber setzte dabei nicht nur den ersten Impuls, sondern unterstützte ihn auch in vielerlei Hinsicht: Die Kursgebühr wurde komplett übernommen, und wenn der Arbeitsalltag es zuließ, konnte Weiß auch während der Arbeitszeit das Studienmaterial durcharbeiten.

„Komplexe Dinge versteht man mit dem sgd-Lernmaterial viel besser als im Selbststudium.“

Alexander Weiß, Fachinformatiker

Solide Kenntnisse auf hohem Niveau
Fachlich hat das Fernstudium den Familienvater noch einmal ordentlich vorangebracht. „Die Themen sind eben doch sehr komplex, und man benötigt viel abstraktes Denken“, sagt Weiß. „Gerade Dinge wie Routing oder Programmierung waren mit dem Lernmaterial wesentlich einfacher zu lernen, als wenn man versucht, es sich komplett alleine anzueignen.“ Aber nicht nur die Qualität der Lernmaterialien hat er zu schätzen gelernt. „Ich war sehr positiv überrascht, dass alles sowohl digital als auch gedruckt angeboten wurde. Wenn ich mal das Lernheft zu Hause vergessen hatte, konnte ich ganz einfach online die digitale Version aufrufen.“

Bedenken, Fernstudium, Job und Familie unter einen Hut zu bekommen, hatte Weiß zu Beginn durchaus. Zumal auch noch die Renovierung des Hauses anstand. „Es war teilweise schon nicht leicht, aber es ging“, erinnert sich Weiß. „Wenn die Kinder im Bett waren, hat man sich dann abends noch mal eine Stunde hingesetzt.“ Zudem gab es auch immer noch die Unterstützung durch die sgd. „Die Betreuung war wirklich super“, lobt Weiß. „Wenn man Fragen hatte, konnte man den:die Tutor:in sofort anschreiben und hat zeitnah eine Antwort erhalten.“

Zwischenfazit: stellvertretender Abteilungsleiter
Mit seinem Fernstudium ist Weiß rundum zufrieden. „Ich fühle mich jetzt viel sicherer im Job“, freut sich der Fachinformatiker. Und sein Engagement zahlt sich aus: Mittlerweile ist er allein zuständig für über 400 Rechner. „Ich habe mich in den letzten vier Jahren so sehr in meinen Beruf reingehängt. Als an unserem Standort dann der Stellvertreter der Abteilungsleitung die Position gewechselt hat, bin ich die Nachbesetzung geworden.“ Auf den Erfolgen ausruhen möchte sich Weiß jedoch nicht. „Gerade das IT-Feld wächst so rasch und ändert sich schnell, da muss man wirklich am Ball bleiben“, sagt der IT-Experte. Ihm ist wichtig, weiter Praxiserfahrung zu sammeln und seine Kenntnisse noch stärker auszubauen. Dann klappt es auch mit dem nächsten Ziel: „In nicht allzu ferner Zukunft würde ich gerne die Leitung der Abteilung übernehmen“, plant Weiß. Und eine gute Grundlage dafür hat er ja bereits gelegt.

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sgd, Deutschlands Führende Fernschule

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