4. März 2020
Lesedauer: 3 Minuten

Motivation zum Lernen: 5 Tipps

Effizient lernen, wie geht das eigentlich? Mit den passenden Strategien und Lerntechniken finden Sie in Ihren individuellen Lernrhythmus.

Wer sich für einen Fernkurs entscheidet, ist oft besonders motiviert und diszipliniert – immerhin bewerkstelligen viele Fernschüler*innen ihre Kurse neben Beruf und Familie. Aber bei aller Motivation fällt es manchmal trotzdem schwer, sich zum Lernen zu aktivieren. Für genau diesen Fall haben wir fünf Lerntechniken und Motivationstipps zusammengestellt.

1. Ziele und Etappen definieren
Manchmal scheint der Berg an Lernstoff einfach unüberwindbar. Darum ist es wichtig, sich einen klaren Plan zu erstellen: Was ist zu tun? Welche Aufgaben und Inhalte haben Priorität? Um sich nicht in Details zu verlieren, ist es wichtig, nicht nur auf das Endziel hinzuarbeiten, sondern auch Etappen zu definieren: Welche Zwischenziele sind in der vorhandenen Zeit realistisch? Der Plan sollte übersichtlich sein und auch berücksichtigen, welche Termine außer dem Lernen anstehen. Oft hilft es, diese Übersicht an einem präsenten Ort aufzuhängen, sie gegebenenfalls regelmäßig anzupassen und erreichte Zwischenziele abzuhaken – das sorgt für zusätzliche Motivation.

Machen wir uns bewusst, warum wir für etwas lernen, fällt es uns auch leichter, uns dafür zu motivieren. Deshalb kann ich empfehlen, sich seine Ziele aufzuschreiben und zu visualisieren. Dabei kann auch ein Erfolgstagebuch helfen, in das man täglich Dinge schreibt, für die man dankbar ist oder die gut liefen.

(Roland Schwalm, Lerncoach und Fernlehrer sgd)

2. Passende Lerntechniken anwenden
Generell ist es natürlich immer wichtig, dass Sie sich zunächst einen Überblick über das Thema verschaffen. Welche Lerntechnik im nächsten Schritt die passende ist, hängt davon ab, was Sie für ein Lerntyp sind und um welche Inhalte es sich handelt. Was ist für Sie persönlich praktisch und effizient? Etwas, das für viele Menschen gut funktioniert, sind Lernkarten. Auf dem OnlineCampus der sgd können Fernschüler*innen darum kostenfrei auf digitale Lernkarten zugreifen und so Wissen vertiefen und sich auf Prüfungen vorbereiten. Die Karten lassen sich individuell nach den jeweiligen Bedürfnissen gestalten, die App stellt ein entsprechendes Lern-Quiz zusammen, reagiert auf den aktuellen Wissensstand und fragt da ab, wo noch Lücken sind. Am besten probieren Sie einfach mal aus, welche Techniken zu Ihnen passen. Es lohnt sich, die Zeit dafür vorab zu investieren, um herauszufinden, was für Sie gut funktioniert. Denn dadurch gestalten Sie Ihre Lernphasen effizienter.

Die Fernlehre fordert unsere Fantasie. Dabei gilt es, sich den Inhalten unbedarft wie ein Kind anzunähern – zu experimentieren, sich Fragen zu stellen und so zu lernen.

(Petra Hurt, Leiterin Personalentwicklung FraSec und Fernlehrerin sgd)

3. Gemeinsam lernen
Verabredungen helfen. Dabei ist es erst mal gar nicht so wichtig, ob Ihre Lernpartner*innen den gleichen Stoff behandeln oder an ganz anderen Inhalten arbeiten. Oft motiviert es schon, zu wissen, dass jemand neben uns sitzt und ebenfalls lernt. Und so eine Lernverabredung funktioniert auch digital – auf dem OnlineCampus der sgd können sich Fernschüler*innen beispielsweise über den Messenger Rocket.Chat vernetzen. Wenn Sie den gleichen Stoff wie Ihre Lernpartner*innen durchnehmen, kann ein zusätzlicher Vorteil der Lerngruppe natürlich sein, sich gegenseitig abzuhören, Feedback zu geben und offene Fragen zu klären. Aber ganz grundsätzlich gilt: Es kann ebenso hilfreich sein, jemandem etwas über das Thema zu erzählen, der gar keine Ahnung davon hat. Dabei merkt man oft auch, an welchen Stellen es vielleicht noch hakt.

4. Lernzeiten festlegen und Rituale etablieren
Flexibilität in der Zeiteinteilung bringt viele Vorteile mit sich, kann aber auch herausfordernd sein. In Lernphasen gibt es meistens eine Menge Dinge, die einem besonders wichtig erscheinen, bevor man mit dem Lernen beginnen kann. Staubsaugen, Besorgungen erledigen, Schreibtisch aufräumen: Um solchen Ablenkungsimpulsen besser widerstehen zu können, ist es wichtig, Lernzeiten festzulegen und Rituale zu etablieren. Schaffen Sie sich einen geeigneten Lernort, an dem Sie nicht unterbrochen werden. Stellen Sie Smartphone und Mailprogramm stumm und sagen Sie beispielsweise Ihrer Familie, dass Sie jetzt nicht gestört werden möchten. Sie brauchen ein entspannendes Hintergrundgeräusch? Probieren Sie doch mal Walgesänge aus. Außerdem wichtig: Pausen einplanen – um zu essen, aber auch für kleine Spaziergänge oder Entspannungsübungen.

Im Fernstudium kann man sich die Zeit frei einteilen. Dennoch empfehle ich, eine Art Stundenplan zu machen, also feste Zeiten und Tage einzuplanen, an denen man lernt. Für jeden Kurs gibt es auch eine Empfehlung, wie viele Wochenstunden man zum Lernen einplanen sollte.

(Doris Maaß, Leiterin Kosmetikstudio Doris Maaß und Kosmetikschule Derma College, Fernlehrerin sgd)

5. Für künstlichen Zeitdruck sorgen
Hand aufs Herz, oft brauchen wir ein bisschen Druck, um endlich loszulegen. Deadlines zwingen uns dazu, den Zeitplan einzuhalten. Zusätzlich zu den von außen vorgegebenen Fristen wie Prüfungs- oder Abgabeterminen kann es hilfreich sein, sich für die eigenen Etappenziele ebenfalls eine klare Deadline zu setzen. Legen Sie ein realistisches Zeitlimit für einzelne Themen fest – und halten Sie sich dann auch daran! Eine Unterstützung kann dabei zum Beispiel eine Verabredung mit Lernpartner*innen sein, sich zu einem bestimmten Termin über den aktuellen Lernstand auszutauschen. Oder Familienmitglieder darum zu bitten, nachzuhaken, ob Sie Ihren Plan eingehalten haben.

Probieren Sie’s aus. Wir wünschen viel Erfolg beim Lernen!

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