Weiterbildung nach dem Techniker
04.09.2026 – Lesedauer: ca. 12 Minuten
Mit dem erfolgreichen Technikerabschluss hast du bereits eine anspruchsvolle berufliche Qualifikation erworben. Eine passende Weiterbildung hilft dir dabei, dein technisches Wissen zu vertiefen, betriebswirtschaftliche Fähigkeiten aufzubauen oder dich auf Projektleitung und Führungsaufgaben vorzubereiten.
Welche Weiterbildung nach dem Techniker sinnvoll ist, hängt vor allem von deiner Fachrichtung, deiner bisherigen Berufspraxis und deinen persönlichen Karrierezielen ab. In diesem Ratgeber erfährst du, welche Möglichkeiten dir offenstehen und worauf du bei der Auswahl achten solltest.
Weiterbildungsmöglichkeiten nach dem Techniker auf einen Blick
- Projektmanagement: Sinnvoll, wenn du Projekte koordinieren oder als Projektleiter arbeiten möchtest.
- Betriebswirtschaft: Geeignet für technische Fachkräfte, die sich auf Management- und Führungsaufgaben vorbereiten wollen.
- Fachspezialisierungen: Empfehlenswert, wenn du dein Wissen beispielsweise in CAD, Automatisierung, Konstruktion oder Qualitätsmanagement vertiefen möchtest.
- Sprachkurse: Hilfreich für internationale Projekte, technische Dokumentationen und die Zusammenarbeit mit ausländischen Geschäftspartnern.
- Studium: Eine Möglichkeit, einen akademischen Bachelorabschluss zu erwerben und sich etwa im Maschinenbau oder Wirtschaftsingenieurwesen weiterzuqualifizieren.
- Fernstudium: Besonders geeignet, wenn du deine Weiterbildung berufsbegleitend absolvieren und das Gelernte direkt im Arbeitsalltag anwenden möchtest.
Warum lohnt sich eine Weiterbildung nach absolviertem Techniker?
Der Abschluss als staatlich geprüfte Technikerin oder staatlich geprüfter Techniker qualifiziert dich bereits für anspruchsvolle technische Tätigkeiten. Je nach Fachrichtung arbeitest du beispielsweise in der Maschinentechnik, Mechatronik, Elektrotechnik, Bautechnik oder Konstruktion.
Der Technikerabschluss ist im Deutschen Qualifikationsrahmen in der Regel der Stufe 6 zugeordnet. Auf derselben Stufe befindet sich auch der Bachelorabschluss. Beide Abschlüsse gelten damit hinsichtlich ihres Anforderungsniveaus als gleichwertig, sind jedoch nicht gleichartig: Während der Technikerabschluss stark berufs- und praxisorientiert ist, vermittelt ein Studium vor allem wissenschaftliche und methodische Kompetenzen.
Trotz der bereits hohen Qualifikation kann eine weitere Fortbildung sinnvoll sein. Sie kann dir unter anderem folgende Vorteile bringen:
- Fachkenntnisse aktualisieren: Technische Verfahren, Softwarelösungen und Produktionsprozesse entwickeln sich laufend weiter. Eine Weiterbildung hilft dir, fachlich auf dem aktuellen Stand zu bleiben.
- Gezielt spezialisieren: Du kannst dich zum Beispiel auf CAD, Automatisierungstechnik, Qualitätsmanagement, Energieeffizienz oder bestimmte Verfahren im Maschinenbau konzentrieren.
- Betriebswirtschaftliches Wissen erwerben: Kenntnisse in Finanzierung, Controlling, Personalmanagement und Unternehmensführung bereiten dich auf Aufgaben an der Schnittstelle zwischen Technik und Wirtschaft vor.
- Projekte leiten: Mit Qualifikationen im Projektmanagement kannst du Termine, Budgets und Ressourcen planen sowie Projektteams koordinieren.
- Führungsaufgaben übernehmen: Weiterbildungen in Management, Kommunikation und Personalführung erleichtern den Einstieg in leitende Positionen.
- Karrierechancen verbessern: Zusätzliche fachliche oder betriebswirtschaftliche Qualifikationen können dich für Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber noch vielseitiger einsetzbar machen.
- Neue Tätigkeitsbereiche erschließen: Eine Weiterbildung kann den Wechsel von einer rein technischen Position in Projektleitung, Vertrieb, Beratung oder Management ermöglichen.
- Akademischen Abschluss erwerben: Mit einem Studium kannst du deine berufliche Qualifikation um einen wissenschaftlichen Abschluss ergänzen.
Welche Vorteile besonders wichtig sind, hängt von deinem beruflichen Ziel ab. Möchtest du weiterhin nah an Maschinen, Anlagen oder Bauprojekten arbeiten, eignet sich häufig eine fachliche Spezialisierung. Strebst du dagegen eine Position im Management an, können Projektmanagement oder eine Aufstiegsweiterbildung zur Technischen Betriebswirtin oder zum Technischen Betriebswirt die passendere Wahl sein.

Digitaler Kursberater Welcher Kurs passt zu mir?
Finden Sie die Weiterbildung, die zu Ihnen passt. Einfach vier Fragen beantworten und Empfehlungen bekommen.
Diese Weiterbildungen eignen sich nach dem Techniker
Nach der Technikerschule stehen dir verschiedene fachliche, kaufmännische und akademische Bildungswege offen. Entscheidend ist, ob du deine bisherige Fachrichtung vertiefen, neue Fähigkeiten erwerben oder dich auf eine höhere Position vorbereiten möchtest.
- Kürzere Zusatzqualifikationen vermitteln gezieltes Wissen zu einzelnen Themen.
- Eine Aufstiegsfortbildung umfasst dagegen meist umfangreichere Inhalte und führt häufig zu einem anerkannten Abschluss.
- Ein Studium eignet sich insbesondere für Technikerinnen und Techniker, die wissenschaftlicher arbeiten oder langfristig Tätigkeiten anstreben, für die ein akademischer Abschluss vorausgesetzt wird.
Gute Fremdsprachenkenntnisse sind in vielen technischen Berufen wertvoll. Unternehmen arbeiten international, technische Unterlagen werden häufig auf Englisch verfasst und auch Projektteams setzen sich zunehmend aus Beschäftigten verschiedener Länder zusammen.
Ein Sprachkurs eignet sich besonders für dich, wenn du
- regelmäßig fremdsprachige Anleitungen oder technische Dokumentationen nutzt,
- mit internationalen Lieferantinnen und Lieferanten oder Kundinnen und Kunden kommunizierst,
- an grenzüberschreitenden Projekten beteiligt bist,
- im technischen Vertrieb bzw. Service arbeitest oder
- eine Tätigkeit im Ausland anstrebst.
Für Technikerinnen und Techniker ist vor allem berufsbezogenes Englisch sinnvoll. Neben allgemeinem Wortschatz sind Begriffe aus Produktion, Konstruktion, Maschinenbau, Mechatronik und Projektmanagement relevant. Auch Präsentationen, Verhandlungen und schriftliche Geschäftskommunikation können Teil einer entsprechenden Weiterbildung sein.
Vorteile eines Sprachkurses für Technikerinnen und Techniker:
- Er erleichtert die Arbeit mit internationalen Teams,
- verbessert das Verständnis technischer Fachtexte,
- erweitert mögliche Einsatzgebiete und
- kann die Karrierechancen in international tätigen Unternehmen erhöhen.
Mögliche Nachteile eines Sprachkurses für Technikerinnen und Techniker:
- Ein allgemeiner Sprachkurs deckt technische Fachbegriffe möglicherweise nicht ausreichend ab.
- Sprachkenntnisse müssen regelmäßig angewendet und weiterentwickelt werden.
Bei der SGD kannst du beispielsweise den Fernkurs „Englisch für den Beruf B1/B2“ oder den Fernlehrgang „Englisch für Fortgeschrittene“ absolvieren. Die Kurse helfen dir dabei, deinen Wortschatz auszubauen und im beruflichen Alltag sicherer zu kommunizieren.
Technikerinnen und Techniker übernehmen häufig Aufgaben, die über die rein technische Umsetzung hinausgehen. Sie koordinieren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, stimmen sich mit verschiedenen Abteilungen ab, überwachen Kosten oder sorgen dafür, dass Projekte fristgerecht abgeschlossen werden.
Eine Weiterbildung im Projektmanagement vermittelt dir Methoden, mit denen du Projekte strukturiert planen und steuern kannst. Typische Inhalte umfassen:
- Definition von Projektzielen
- Termin- und Ressourcenplanung
- Kostenplanung und Projektcontrolling
- Qualitäts- und Risikomanagement
- Kommunikation und Präsentation
- Führung von Projektteams
- Dokumentation und Projektabschluss
Die Weiterbildung eignet sich vor allem für Technikerinnen und Techniker, die bereits Teilprojekte betreuen oder zukünftig als Projektleiterin oder Projektleiter arbeiten möchten. Sie kann unabhängig davon sinnvoll sein, ob deine ursprüngliche Fachrichtung Maschinenbau, Maschinentechnik, Mechatronik, Elektrotechnik oder Bautechnik ist.
Vorteile einer Weiterbildung im Projektmanagement für Technikerinnen und Techniker:
- branchenübergreifend einsetzbare Fähigkeiten
- gute Ergänzung zu technischen Kenntnissen
- Vorbereitung auf koordinierende Aufgaben
- direkter Nutzen im Berufsalltag
Mögliche Nachteile einer Weiterbildung im Projektmanagement für Technikerinnen und Techniker:
- Ein Zertifikatskurs ersetzt nicht automatisch die für größere Projekte erforderliche Berufspraxis.
- Methodenkenntnisse müssen auf die Abläufe des jeweiligen Unternehmens übertragen werden.
Der SGD-Fernlehrgang „Projektmanagement mit Zertifikat Projektleiter/in IHK“ vermittelt unter anderem Projektplanung, Projektcontrolling, Risikomanagement sowie Führungs- und Kommunikationskompetenzen. Nach erfolgreicher Teilnahme und bestandenem lehrgangsinternen Test erhältst du ein IHK-Zertifikat.
Wenn du weiterhin in deinem bisherigen technischen Arbeitsbereich tätig sein möchtest, ist eine fachliche Spezialisierung häufig die naheliegendste Weiterbildung. Sie vertieft deine bestehenden Kenntnisse und kann dich für neue Technologien, Verfahren oder Aufgaben qualifizieren.
Welche Spezialisierung sinnvoll ist, richtet sich nach deiner Fachrichtung:
- Maschinentechnik und Maschinenbau: beispielsweise CAD, Konstruktion, CNC-Technik, Fertigungsplanung oder additive Fertigung.
- Mechatronik: beispielsweise Automatisierungstechnik, Robotik, Steuerungstechnik oder industrielle Kommunikation.
- Elektrotechnik: beispielsweise Energie- und Automatisierungstechnik, SPS-Programmierung oder Gebäudetechnik.
- Bautechnik: beispielsweise Bauleitung, Baukalkulation, nachhaltiges Bauen, BIM oder technische Gebäudeausrüstung.
- Produktion: beispielsweise Qualitätsmanagement, Prozessoptimierung oder Lean Management.
- Technische Gebäude- und Energietechnik: beispielsweise Energieberatung, erneuerbare Energien oder Gebäudemanagement.
Auch Kenntnisse in Datenanalyse, IT-Sicherheit oder künstlicher Intelligenz können für technische Fachkräfte zunehmend relevant sein. Dabei muss nicht jede Weiterbildung zu einem weiteren öffentlich-rechtlichen Abschluss führen. Häufig reicht ein kompakter Fachkurs aus, um eine konkrete Qualifikationslücke zu schließen.
Vorteile einer fachlichen Spezialisierung für Technikerinnen und Techniker:
- genaue Ausrichtung auf den aktuellen Tätigkeitsbereich
- meist schnelle praktische Anwendbarkeit
- überschaubare Dauer
- Möglichkeit, sich als qualifizierte Fachkraft sichtbar zu spezialisieren
Mögliche Nachteile einer fachlichen Spezialisierung für Technikerinnen und Techniker:
- Eine sehr enge Spezialisierung ist nicht in jedem Unternehmen gefragt.
- Kürzere Fachkurse qualifizieren meist nicht unmittelbar für Führungsaufgaben.
Eine passende Möglichkeit für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Konstruktion und Maschinenbau ist beispielsweise der SGD-Fernkurs „Technisches Zeichnen mit CAD“. Der Lehrgang richtet sich ausdrücklich auch an Technikerinnen und Techniker, die ihre CAD-Kenntnisse aktualisieren und normgerechte technische Zeichnungen erstellen möchten.
Weitere Angebote findest du in der Übersicht der technischen Fachkurse der SGD
Ein Studium kann sinnvoll sein, wenn du zusätzlich zu deiner beruflichen Qualifikation einen akademischen Abschluss erwerben möchtest. Je nach bisheriger Fachrichtung kommen beispielsweise folgende Studiengänge infrage:
- Maschinenbau
- Mechatronik
- Elektrotechnik
- Bauingenieurwesen
- Wirtschaftsingenieurwesen
- Produktionstechnik
- technische Informatik
- Betriebswirtschaftslehre
Ein Studium im Wirtschaftsingenieurwesen verbindet beispielsweise technische und betriebswirtschaftliche Inhalte. Es eignet sich daher besonders für Technikerinnen und Techniker, die später an der Schnittstelle zwischen Entwicklung, Produktion, Einkauf, Vertrieb und Management arbeiten möchten.
Der Abschluss als staatlich geprüfte Technikerin oder staatlich geprüfter Techniker kann grundsätzlich einen allgemeinen Hochschulzugang ermöglichen. Die konkreten Voraussetzungen richten sich jedoch nach dem Hochschulrecht des jeweiligen Bundeslandes und den Zulassungsbedingungen der Hochschule.
Informiere dich deshalb vor der Bewerbung darüber, ob
- dein Technikerabschluss für den gewünschten Studiengang anerkannt wird,
- eine einschlägige Berufsausbildung oder Berufspraxis erforderlich ist,
- ein Beratungsgespräch oder eine Eignungsprüfung vorgesehen ist und
- berufliche Qualifikationen auf das Studium angerechnet werden können.
Vorteile eines Studiums für Technikerinnen und Techniker:
- Erwerb eines akademischen Bachelorabschlusses
- Zugang zu weiteren akademischen Studiengängen
- vertiefte wissenschaftliche und methodische Kenntnisse
- zusätzliche Karrierewege in Entwicklung, Forschung oder Management
Mögliche Nachteile eines Studiums für Technikerinnen und Techniker:
- vergleichsweise lange Studiendauer
- hoher zeitlicher Aufwand neben dem Beruf,
- teilweise stärker theoretische Ausrichtung
- mögliche Unterschiede bei der Anerkennung bisheriger Leistungen
Ein berufsbegleitendes oder als Fernstudium organisiertes Studium kann den Vorteil haben, dass du beruflich aktiv bleibst und weiterhin praktische Erfahrungen sammelst. Allerdings solltest du den wöchentlichen Lernaufwand realistisch einschätzen.
Eine Aufstiegsweiterbildung zur Betriebswirtin oder zum Betriebswirt eignet sich für Technikerinnen und Techniker, die ihr technisches Fachwissen gezielt um betriebswirtschaftliche Qualifikationen ergänzen möchten. Besonders passend ist häufig der Abschluss als geprüfte Technische Betriebswirtin oder geprüfter Technischer Betriebswirt IHK.
Die Weiterbildung vermittelt unter anderem Kenntnisse in:
- allgemeiner und spezieller Betriebswirtschaft
- Finanzierung und Investition
- Rechnungswesen und Controlling
- Produktions- und Absatzwirtschaft
- Projektmanagement
- Personalmanagement
- Organisation und Unternehmensführung
Damit qualifizierst du dich für anspruchsvolle Aufgaben an der Schnittstelle zwischen Technik und Wirtschaft. Mögliche Einsatzbereiche sind Produktionsleitung, technischer Einkauf, technischer Vertrieb, Projektleitung, Arbeitsvorbereitung oder Unternehmensorganisation.
Die Geprüfte Technische Betriebswirtin und der Geprüfte Technische Betriebswirt sind im Deutschen Qualifikationsrahmen der Stufe 7 zugeordnet. Der Abschluss liegt damit eine Stufe über dem Technikerabschluss auf DQR-Niveau 6. Die Zuordnung beschreibt das Anforderungsniveau der Qualifikationen, bedeutet jedoch nicht, dass der Abschluss mit einem Hochschul-Master gleichartig ist.
Vorteile einer Aufstiegsweiterbildung zur Betriebswirtin oder zum Betriebswirt für Technikerinnen und Techniker:
- verbindet technische und betriebswirtschaftliche Kompetenzen
- anerkannter IHK-Abschluss
- gute Vorbereitung auf Fach- und Führungsaufgaben
- baut sinnvoll auf dem Technikerabschluss auf
Mögliche Nachteile einer Aufstiegsweiterbildung zur Betriebswirtin oder zum Betriebswirt für Technikerinnen und Techniker:
- umfangreiche Lerninhalte und anspruchsvolle Abschlussprüfung
- setzt regelmäßiges und selbstständiges Lernen voraus
- für rein fachtechnische Karriereziele möglicherweise weniger relevant
Der SGD-Fernlehrgang „Gepr. Technische/r Betriebswirt/in IHK“ richtet sich ausdrücklich an Technikerinnen und Techniker, Meisterinnen und Meister sowie Ingenieurinnen und Ingenieure. Die empfohlene Dauer beträgt derzeit 18 Monate bei einem Lernaufwand von etwa zehn bis zwölf Stunden pro Woche. Die flexible Betreuungszeit kann bis zu 30 Monate umfassen.
Diese Kurse könnten dich interessieren:
Weiterbildungen nach dem Techniker im Fernstudium
Viele Technikerinnen und Techniker sind nach ihrem Abschluss bereits berufstätig und möchten ihre Stelle für eine weitere Qualifikation nicht aufgeben. Ein Fernstudium beziehungsweise Fernlehrgang ermöglicht es dir, dich berufsbegleitend weiterzubilden.
Das kann gerade in technischen und handwerklich geprägten Berufen vorteilhaft sein. Du sammelst weiterhin praktische Erfahrung und kannst viele neue Kenntnisse unmittelbar im Unternehmen erproben.
Ein Fernstudium bietet dir unter anderem folgende Vorteile:
- flexible Lernzeiten: Du entscheidest weitgehend selbst, wann und wo du lernst.
- berufsbegleitende Weiterbildung: Dein Einkommen und deine Berufspraxis bleiben erhalten.
- direkter Praxistransfer: Inhalte aus Projektmanagement, CAD oder Betriebswirtschaft kannst du häufig sofort anwenden.
- ortsunabhängiges Lernen: Lange Fahrten zu einer Fachschule oder Technikerschule entfallen.
- individuelles Lerntempo: Je nach Anbieter und Kurs kannst du die vorgesehene Dauer an deinen Alltag anpassen.
- digitale Lernangebote: Online-Campus, Lernmaterialien und digitale Betreuung unterstützen das selbstständige Lernen.
- planbare Präsenztermine: Falls Seminare oder Prüfungen vorgesehen sind, werden diese üblicherweise frühzeitig angekündigt.
Ein Fernlehrgang verlangt allerdings Eigenorganisation. Plane deshalb feste Lernzeiten ein und kläre frühzeitig, wann Seminare, Projektarbeiten oder eine Abschlussprüfung stattfinden. Besonders bei umfangreichen Aufstiegsfortbildungen solltest du deine Familie und deine Arbeitgeberin oder deinen Arbeitgeber in deine Planung einbeziehen.
Bei der SGD kannst du dein Fernstudium in der Regel jederzeit beginnen und den Lehrgang vier Wochen testen. Die genaue Dauer, die Abschlussart und mögliche Präsenzanteile unterscheiden sich je nach Kurs.
Welches Fernstudium am besten zu deiner Fachrichtung und deiner Berufspraxis passt, kannst du vor der Anmeldung gemeinsam mit einer Bildungsberaterin oder einem Bildungsberater der SGD klären.
Werden Weiterbildungen nach dem Techniker gefördert?
Für eine Weiterbildung nach dem Techniker kommen verschiedene Fördermöglichkeiten infrage. Welche Unterstützung du erhältst, hängt vom Abschluss, deiner beruflichen Situation und deinem Wohnort ab.
- Aufstiegs-BAföG: Das Aufstiegs-BAföG fördert anerkannte Aufstiegsfortbildungen, etwa zur Meisterin oder zum Meister, zur Fachwirtin oder zum Fachwirt sowie zur Betriebswirtin oder zum Betriebswirt. Für Lehrgangs- und Prüfungsgebühren können bis zu 15.000 Euro berücksichtigt werden. Die Hälfte erhältst du als Zuschuss, für die andere Hälfte kannst du ein zinsgünstiges Darlehen beantragen.
- Bildungsgutschein: Bist du arbeitslos oder von Arbeitslosigkeit bedroht, kann die Agentur für Arbeit oder das Jobcenter die Kosten einer zugelassenen Weiterbildung übernehmen. Voraussetzung ist, dass sowohl der Bildungsträger als auch der Kurs entsprechend zertifiziert sind.
- Förderung für Beschäftigte: Über das Qualifizierungschancengesetz können Lehrgangskosten und teilweise auch das Arbeitsentgelt bezuschusst werden. Der Antrag wird meist gemeinsam mit der Arbeitgeberin oder dem Arbeitgeber bei der Agentur für Arbeit gestellt.
- Weiterbildungsstipendium: Das Weiterbildungsstipendium richtet sich an besonders erfolgreiche Absolventinnen und Absolventen einer anerkannten Berufsausbildung. Es kann fachliche und fachübergreifende Weiterbildungen fördern.
- Förderprogramme der Bundesländer: Je nach Bundesland stehen beispielsweise Bildungsschecks, Weiterbildungsboni oder Aufstiegsprämien zur Verfügung. Die Voraussetzungen und Förderhöhen unterscheiden sich regional.
- Bildungsurlaub: Für anerkannte Weiterbildungsveranstaltungen kannst du je nach Bundesland Bildungsurlaub oder Bildungsfreistellung beantragen. Ob ein Fernkurs anerkannt wird, hängt von den jeweiligen gesetzlichen Regelungen ab.
- Unterstützung durch den Betrieb: Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber können sich an Kurs- und Prüfungsgebühren beteiligen oder freie Tage und flexible Arbeitszeiten ermöglichen. Besonders hilfreich ist es, den konkreten Nutzen der Weiterbildung für das Unternehmen aufzuzeigen.
- Steuerliche Absetzbarkeit: Beruflich veranlasste Weiterbildungskosten können unter bestimmten Voraussetzungen steuerlich geltend gemacht werden. Dazu zählen beispielsweise Kursgebühren, Fachliteratur, Arbeitsmittel und Fahrtkosten.
Zusammenfassung: Weiterbildungsmöglichkeiten nach dem Techniker
Nach dem Abschluss an einer Fachschule oder Technikerschule kannst du unterschiedliche Weiterbildungswege einschlagen.
Eine fachliche Zusatzqualifikation eignet sich, wenn du dein Wissen in Bereichen wie CAD, Automatisierung, Qualitätsmanagement, Maschinentechnik oder Bautechnik vertiefen möchtest. Willst du zukünftig Projekte planen und Teams koordinieren, ist eine Weiterbildung im Projektmanagement sinnvoll. Sprachkurse unterstützen dich bei internationalen Aufgaben. Eine Aufstiegsweiterbildung zur Technischen Betriebswirtin oder zum Technischen Betriebswirt verbindet technisches Wissen mit betriebswirtschaftlichen und organisatorischen Fähigkeiten und kann dich auf verantwortungsvolle Fach- und Führungsaufgaben vorbereiten.
Ein Studium im Maschinenbau, in Mechatronik oder Wirtschaftsingenieurwesen kommt infrage, wenn du zusätzlich einen akademischen Bachelorabschluss erwerben möchtest. Ein berufsbegleitendes Fernstudium ermöglicht dir, deine Weiterbildung mit dem Beruf zu verbinden und das Gelernte direkt in der Praxis anzuwenden.
Vergleiche vor deiner Entscheidung insbesondere Lerninhalte, Abschluss, Voraussetzungen, Dauer und Fördermöglichkeiten. So findest du eine Weiterbildung, die zu deiner Fachrichtung, deiner bisherigen Berufspraxis und deinem angestrebten Karriereweg passt.
Häufige Fragen und Antworten zu Fortbildungen nach dem Techniker
Sinnvoll sind je nach Karriereziel Weiterbildungen in Projektmanagement, Betriebswirtschaft, Personalmanagement, Qualitätsmanagement, CAD, Automatisierungstechnik oder technischem Englisch. Für den beruflichen Aufstieg eignet sich insbesondere die Aufstiegsfortbildung zur Geprüften Technischen Betriebswirtin oder zum Geprüften Technischen Betriebswirt IHK. Möchtest du einen akademischen Abschluss erwerben, kann auch ein Studium im Maschinenbau, in Mechatronik oder Wirtschaftsingenieurwesen infrage kommen.
Die Dauer hängt von der Art des Betriebswirtabschlusses und dem Bildungsanbieter ab. Der SGD-Fernlehrgang zur Geprüften Technischen Betriebswirtin oder zum Geprüften Technischen Betriebswirt IHK ist derzeit auf 18 Monate bei etwa zehn bis zwölf Stunden Lernaufwand pro Woche ausgelegt. Die flexible Betreuungszeit kann bis zu 30 Monate betragen.
Nach dem Techniker kannst du eine verantwortungsvollere Fachposition übernehmen, dich spezialisieren, Projekte leiten oder eine Aufstiegsweiterbildung absolvieren. Ebenso kannst du dich selbstständig machen oder ein Studium beginnen. Welcher Weg am besten passt, hängt von deiner Fachrichtung, deinen Fähigkeiten, deiner einschlägigen Berufspraxis und deinen persönlichen Karrierezielen ab.
Newsletter abonnieren
In unseren Newsletter erhalten Sie Insider-Tipps, exklusive Aktionen und 10 % Rabatt auf 100 Kurse.
Finde den Kurs, der zu dir passt
Digitaler
Studienberater
Finde die Weiterbildung, die zu dir passt: Beantworte einfach 4 kurze Fragen und erhalte eine persönliche Empfehlung.
Themenwelten
entdecken
Entdecke, welcher Kurs am besten zu dir passt: Wähle aus über 300 Kursen in 9 Themenwelten und finde den Lernweg, der zu deinen Zielen passt.
Infopaket
anfordern
Dein kostenfreies Infopaket enthält den Kurskatalog, den Kursleitfaden zu deinem Wunschkurs und weitere Informationen, die dir bei deiner Entscheidung helfen.

Mo. - Fr. 8:00 bis 19:00 Uhr
Kostenloses Infomaterial anfordern
Mit dem Infopaket erhältst du unser Kursprogramm, zwei Kursguides mit wichtigen Informationen und einen Auszug aus den Lernmaterialien. Zusätzlich findest du darin weiterführende Informationen zu unseren Services und Fördermöglichkeiten, damit du deinen nächsten Schritt gut vorbereitet planen kannst.

