Berufe mit Hunden: Welcher passt zu dir?
28.08.2026 · Lesedauer: ca. 12 Minuten
Du möchtest beruflich mit Hunden arbeiten und fragst dich, welche Möglichkeiten es dafür gibt? Dann lohnt sich ein Blick auf die verschiedenen Berufsbilder, in denen Hunde eine wichtige Rolle spielen. In diesem Ratgeber erfährst du, welche Berufe mit Hunden möglich sind, welche Aufgaben dahinterstecken und warum die Arbeit mit Tieren für viele Menschen besonders erfüllend ist.
Jobs mit Hunden auf einen Blick
- Hundeberufe sind vielseitig: Es gibt verschiedene Bereiche mit entsprechenden Tätigkeitsschwerpunkten – unter anderem rund um Hundeaufzucht und Hundeerziehung, Gesundheit und Wohlbefinden sowie Content und Social Media.
- Gut zum Quereinstieg geeignet: Besonders Tätigkeiten im Training, Sitting, der Friseurbranche oder als Berater:in im Bereich Hundegesundheit eignen sich für Menschen, die sich beruflich neu orientieren möchten.
- Einige Tätigkeiten sind erlaubnispflichtig: Wer z. B. gewerbsmäßig Hunde züchtet, für Dritte ausbildet oder Halter:innen anleitet, benötigt in Deutschland in der Regel eine Erlaubnis nach § 11 Tierschutzgesetz.
- Es gibt unterschiedliche Fachrichtungen: Manche Berufe sind praktisch geprägt, andere erfordern stärker medizinisches oder therapeutisches Wissen.
- Auch klassische Ausbildungsberufe können zu Hunden führen: Dazu zählen beispielsweise Tierpfleger:in, Tierwirt:in, tiermedizinische Fachangestellte oder Tierarzthelfer:innen.
- Der Arbeitsalltag ist nicht nur Tierkontakt: Viele Hundeberufe beinhalten auch Beratung, Organisation, Marketing, Selbstständigkeit, Dokumentation und den Umgang mit Menschen.
Welche Berufe mit Hunden gibt es?
Berufe mit Hunden unterscheiden sich stark danach, ob du eher erziehen, pflegen, beraten, therapieren oder kreativ arbeiten möchtest. Manche Tätigkeiten finden direkt in der Hundeschule, Tierarztpraxis, Tierpension oder im Hundesalon statt. Andere lassen sich selbstständig, nebenberuflich oder online aufbauen.
Berufe rund um Hundeaufzucht und Hundeerziehung
Hundetrainerinnen und Hundetrainer unterstützen Hundehalter dabei, ihren Hund besser zu verstehen, zu erziehen und sicher durch den Alltag zu führen. Sie arbeiten häufig in einer Hundeschule, bieten Einzeltraining an oder spezialisieren sich auf Themen wie Welpentraining, Leinenführigkeit, Rückruf, Beschäftigung oder Alltagstraining.
Typische Aufgaben:
- Training von Grundsignalen und Alltagssituationen
- Beratung von Hundehalterinnen und Hundehaltern
- Analyse von Verhalten und Lernprozessen
- Gestaltung von Einzelstunden, Gruppenkursen oder Online-Angeboten
- Unterstützung bei Problemen wie Unsicherheit, Jagdverhalten oder fehlender Impulskontrolle
Voraussetzungen:
Wichtig sind Erfahrung mit Hunden, Geduld, Beobachtungsgabe und Freude an der Arbeit mit Menschen. Wer gewerbsmäßig im Hundetraining arbeitet oder Hundehalterinnen und Hundehalter bei der Ausbildung anleitet, sollte sich frühzeitig beim zuständigen Veterinäramt über die erforderliche Erlaubnis informieren.
Vorteile:
Der Beruf ist abwechslungsreich, praxisnah und eignet sich gut für Menschen, die gerne erklären, anleiten und Verhalten analysieren.
Herausforderungen:
Nicht jeder Trainingserfolg zeigt sich sofort. Außerdem arbeitest du nicht nur mit Hunden, sondern vor allem auch mit Menschen. Kommunikationsstärke ist deshalb genauso wichtig wie Fachwissen.
Für wen eignet sich der Beruf?
Dieser Hundeberuf passt zu dir, wenn du gerne mit Menschen und mit Hunden zugleich arbeitest, Trainingsfortschritte begleiten möchtest und dich für Lernverhalten, Körpersprache und Erziehung von Hunden interessierst. Bei der SGD kannst du Hundetrainer im Fernstudium werden – flexibel an deinen Alltag angepasst.
Hundeführerinnen und Hundeführer arbeiten mit speziell ausgebildeten Hunden. Einsatzbereiche gibt es zum Beispiel bei Polizei, Zoll, Sicherheitsdiensten, Rettungshundestaffeln oder im Bereich der Assistenzhunde. Je nach Fachrichtung geht es z. B. um Suche und Rettung von Menschen oder Assistenz, Therapie und Unterstützung von Menschen im Arbeitsalltag.
Typische Aufgaben:
- Führen und Trainieren eines Dienst-, Rettungs- oder Assistenzhundes
- Aufbau einer engen Arbeitsbeziehung zum Hund
- Einsatzvorbereitung und regelmäßiges Training
- Zusammenarbeit mit Behörden, Organisationen oder privaten Auftraggebern
- Dokumentation von Einsätzen und Trainingsfortschritten
Voraussetzungen:
Die Anforderungen hängen stark vom Einsatzbereich ab. Im behördlichen Bereich ist der Beruf oft an eine Ausbildung oder Tätigkeit bei Polizei, Zoll oder Bundeswehr gebunden. In anderen Bereichen können zusätzliche Qualifikationen, Erfahrung und Eignungsprüfungen nötig sein.
Vorteile:
Die Arbeit ist sinnstiftend und sehr eng mit dem Hund verbunden. Besonders im Rettungs- oder Assistenzbereich hat sie für Menschen und Tiere einen hohen gesellschaftlichen Wert.
Herausforderungen:
Der Beruf kann körperlich und emotional anspruchsvoll sein. Einsätze finden nicht immer zu geregelten Zeiten statt und setzen eine hohe Zuverlässigkeit voraus.
Für wen eignet sich der Beruf?
Dieser Beruf passt zu dir, wenn du belastbar bist, Hunde strukturiert trainieren möchtest und dir eine sehr enge Zusammenarbeit mit einem Hund vorstellen kannst.
Hundezüchterinnen und Hundezüchter planen Würfe, begleiten Trächtigkeit und Geburt, ziehen Welpen auf und sorgen für deren gesunde Entwicklung. Gute Zucht bedeutet weit mehr als die Auswahl schöner Hunde. Verantwortungsvolle Züchter kennen sich mit Genetik, Rassestandards, Gesundheit, Sozialisation, Ernährung und rechtlichen Vorgaben aus.
Typische Aufgaben:
- Auswahl geeigneter Elterntiere
- Gesundheitsvorsorge und Betreuung der Hündin
- Begleitung von Geburt und Welpenaufzucht
- Sozialisation der Welpen
- Beratung zukünftiger Hundehalterinnen und Hundehalter
- Dokumentation, Verträge und Zusammenarbeit mit Vereinen oder Behörden
Voraussetzungen:
Du brauchst fundiertes Wissen über Hundehaltung, Gesundheit, Verhalten, Zuchtziele und Tierschutz. Wer gewerbsmäßig züchtet, muss sich über behördliche Vorgaben informieren.
Vorteile:
Die Arbeit ist sehr nah am Tier. Man begleitet die Entwicklung von Welpen von Anfang an.
Herausforderungen:
Die Zucht von Hunden ist mit großer Verantwortung verbunden. Gesundheitliche Probleme, Notfälle oder schwierige Vermittlungen können belastend sein.
Für wen eignet sich der Beruf?
Hundezucht passt zu dir, wenn du langfristig planst, sehr verantwortungsbewusst handelst und bereit bist, viel Zeit mit Hunde-Gesundheit, Aufzucht und Beratung der zukünftigen Hundehalterinnen und Hundehalter zu verbringen.
Berufe für Gesundheit und Wohlbefinden von Hunden
Hundepflegerinnen und Hundepfleger kümmern sich um das tägliche Wohlbefinden von Hunden. Sie arbeiten zum Beispiel in Tierheimen, Tierpensionen, Hundetagesstätten, Hundesalons oder bieten private Betreuungsangebote an.
Typische Aufgaben:
- Fütterung und Pflege
- Auslauf, Beschäftigung und Betreuung
- Reinigung von Unterkünften oder Pflegebereichen
- Beobachtung von Verhalten und Gesundheitszustand
- Kommunikation mit Halterinnen und Haltern, Tierheimen oder Tierarztpraxen
Voraussetzungen:
Du solltest belastbar, zuverlässig und aufmerksam sein. Je nach Arbeitsplatz kann eine Ausbildung als Tierpflegerin oder Tierpfleger hilfreich oder erforderlich sein.
Vorteile:
Der Beruf ist sehr praktisch und bietet viel direkten Kontakt zu Hunden.
Herausforderungen:
Die Arbeit kann körperlich anstrengend sein. Außerdem können Hunde aus Tierheimen oder schwierigen Haltungen besondere Aufmerksamkeit und Erfahrung benötigen.
Für wen eignet sich der Beruf?
Dieser Job passt zu dir, wenn du gerne praktisch arbeitest, dich zuverlässig um Tiere kümmerst und auch mit Reinigung, Wochenenddiensten oder körperlicher Arbeit umgehen kannst.
Tierphysiotherapeutinnen und Tierphysiotherapeuten unterstützen Hunde nach Verletzungen, Operationen, bei altersbedingten Beschwerden oder Bewegungseinschränkungen. Wer sich speziell auf Hunde konzentriert, wird häufig auch als Hundephysiotherapeut oder Hundephysiotherapeutin bezeichnet.
Typische Aufgaben:
- Bewegungsanalyse
- Massagen und physiotherapeutische Übungen
- Reha-Begleitung nach Operationen
- Unterstützung bei Gelenk-, Muskel- oder Rückenproblemen
- Zusammenarbeit mit Tierärztinnen und Tierärzten sowie Hundehalterinnen und Hundehaltern
Voraussetzungen:
Wichtig sind Kenntnisse in Anatomie, Physiologie, Krankheitslehre und praktischen Behandlungstechniken. Tiermedizinische Grundkenntnisse sind ein großer Vorteil. Auch eine Vorbildung im tiermedizinischen Bereich, als Tierarzthelferin oder Tierarzthelfer oder im therapeutischen Bereich kann hilfreich sein.
Der Beruf ist nicht staatlich geregelt, sollte aber nicht ohne fundierte Weiterbildung ausgeübt werden. Eine behördliche Erlaubnis wie beim gewerblichen Hundetraining ist in der Regel nicht erforderlich; rechtliche und fachliche Grenzen müssen trotzdem beachtet werden.
Vorteile:
Du hilfst Hunden, beweglicher zu werden, Schmerzen zu lindern und Lebensqualität zurückzugewinnen.
Herausforderungen:
Die Arbeit erfordert Präzision, Geduld und die Fähigkeit, die Grenzen der eigenen Tätigkeit zu erkennen. Medizinische Diagnosen und Behandlungen gehören in die Tierarztpraxis.
Für wen eignet sich der Beruf?
Dieser Beruf passt zu dir, wenn du dich für Bewegung, Gesundheit und Rehabilitation von Hunden interessierst und gerne ruhig, sorgfältig und körpernah mit Tieren arbeitest.
Hundeverhaltenstherapeutinnen und Hundeverhaltenstherapeuten beschäftigen sich mit auffälligem oder belastendem Verhalten bei Hunden. Dazu können Angst, Aggression, Trennungsstress, Unsicherheit, übermäßiges Bellen oder Probleme im Zusammenleben gehören.
Typische Aufgaben:
- Analyse von Verhalten und Auslösern
- Beratung von Hundehalterinnen und Hundehaltern
- Entwicklung individueller Trainings- und Managementpläne
- Begleitung über längere Zeiträume
- Zusammenarbeit mit Tierärztinnen und Tierärzten
Voraussetzungen:
Du brauchst vertieftes Wissen über Hundeverhalten, Lerntheorie, Körpersprache, Stress, Angst und Kommunikation. Wichtig ist außerdem ein verantwortungsvoller Umgang mit schwierigen Fällen.
Vorteile:
Die Arbeit kann sehr erfüllend sein, weil du Mensch und Hund in belastenden Situationen unterstützt.
Herausforderungen:
Verhaltensveränderungen brauchen Zeit. Manche Fälle sind komplex und erfordern die Zusammenarbeit mit Tiermedizinerinnen und Tiermedizinern oder spezialisierten Fachleuten.
Für wen eignet sich der Beruf?
Dieser Beruf passt zu dir, wenn du analytisch denkst, empathisch mit Menschen umgehst und dich intensiv mit Hundeverhalten beschäftigen möchtest. Im Tierpsychologie Fernstudium der SGD lernst du alle notwendigen Grundlagen kennen.
Hundegesundheitsberaterinnen und Hundegesundheitsberater unterstützen Hundehalterinnen und Hundehalter bei Fragen rund um Wohlbefinden, Haltung, Pflege, Ernährung und Gesundheitsvorsorge ihrer Vierbeiner. Hunde-Heilpraktikerinnen und Hunde-Heilpraktiker versorgen Hunde zusätzlich mit naturheilkundlichen Ansätzen. In der Praxis wird häufig auch der übergreifende Begriff Tierheilpraktiker verwendet.
Typische Aufgaben:
- Beratung zu Gesundheit, Haltung und Pflege
- Unterstützung bei Ernährung und Vorsorge
- Einsatz naturheilkundlicher Verfahren im Rahmen der eigenen Qualifikation
- Begleitung chronischer Beschwerden in Abstimmung mit der Tierarztpraxis
- Aufklärung über Grenzen alternativer Methoden
Voraussetzungen:
Du brauchst solide Kenntnisse in Anatomie, Physiologie, Krankheitslehre, Naturheilkunde, Hygiene, Recht und Beratung. Wer sich zusätzlich auf Fütterung spezialisiert, kann auch als Hundeernährungsberater oder Hundeernährungsberaterin arbeiten.
Vorteile:
Du kannst Hundehalterinnen und Hundehalter ganzheitlich beraten und dein Angebot je nach Fachrichtung auf bestimmte Themen zuschneiden.
Herausforderungen:
Die Grenzen zur Tiermedizin müssen klar beachtet werden. Erkrankungen gehören in die tierärztliche Diagnostik und Behandlung.
Für wen eignet sich der Beruf?
Dieser Beruf passt zu dir, wenn du dich für Tiergesundheit interessierst, sorgfältig arbeitest und verantwortungsbewusst beraten möchtest. Das Fernstudium Tierheilpraktiker/in der SGD bringt dir fundiertes Fachwissen bei, um Hunde fachgerecht bei Beschwerden zu begleiten.
Hundefriseurinnen und Hundefriseure pflegen Fell, Haut, Krallen und Ohren von Hunden. Der Beruf ist besonders praktisch und findet meist im Hundesalon, mobil bei Kunden oder in Kombination mit Hundepflege und Beratung statt.
Typische Aufgaben:
- Baden, Bürsten, Scheren und Trimmen
- Fellpflege nach Rasse, Felltyp und Gesundheitszustand
- Krallenpflege und einfache Hygienemaßnahmen
- Beratung zu Pflegeprodukten und Pflegeintervallen
- Ruhiger Umgang mit ängstlichen oder unruhigen Hunden
Voraussetzungen:
Du brauchst handwerkliches Geschick, Geduld und Wissen über Felltypen, Hautgesundheit und Hundeverhalten. Eine formale Ausbildung ist nicht einheitlich geregelt, eine fundierte Weiterbildung oder praktische Einarbeitung ist jedoch sehr empfehlenswert.
Vorteile:
Der Beruf eignet sich gut für eine selbstständige Tätigkeit und bietet viel direkten Hundekontakt.
Herausforderungen:
Manche Hunde sind unruhig, ängstlich oder haben schlechte Erfahrungen gemacht. Außerdem ist die Arbeit körperlich anspruchsvoll.
Für wen eignet sich der Beruf?
Hundefriseur passt zu dir, wenn du praktisch, sorgfältig und ruhig arbeitest und Freude an Pflege, Ästhetik und direktem Kundenkontakt hast.
Content-Erstellung mit Hunden
Hundeblogger und Influencer erstellen Inhalte rund um Hunde. Sie schreiben Ratgeber, testen Produkte, teilen Alltagserfahrungen, drehen Videos oder bauen Social-Media-Kanäle auf. Geld verdienen sie zum Beispiel über Kooperationen, Werbung, Affiliate-Marketing, eigene Produkte, Kurse oder Community-Angebote.
Typische Aufgaben:
- Themenrecherche und Content-Planung
- Schreiben, Fotografieren, Filmen und Schneiden
- Aufbau einer Community
- Zusammenarbeit mit Marken
- rechtssichere Kennzeichnung von Werbung
- Entwicklung eigener Angebote
Voraussetzungen:
Du brauchst Content-Kompetenz, Ausdauer, klare Themen und Glaubwürdigkeit. Fachwissen ist wichtig, besonders wenn du Tipps zu Gesundheit, Training oder Ernährung gibst.
Vorteile:
Der Einstieg ist flexibel und oft nebenberuflich möglich. Du kannst deine eigene Nische entwickeln, zum Beispiel Hundereisen, Training, Assistenzhund, Tierschutz, Hundefriseur-Alltag oder Hundeernährung.
Herausforderungen:
Reichweite entsteht nicht über Nacht. Zudem brauchst du Kenntnisse in Marketing, Bildsprache, Suchmaschinenoptimierung, Social Media und rechtlichen Grundlagen.
Für wen eignet sich der Beruf?
Dieser Weg passt zu dir, wenn du gerne kommunizierst, kreativ arbeitest und bereit bist, langfristig eine Marke oder Community aufzubauen.
Alle SGD Hundekurse in der Übersicht
Welche Jobs mit Hunden eignen sich für Quereinsteiger?
Ein Quereinstieg in einen Hunde-Beruf ist vor allem dort realistisch, wo keine klassische Berufsausbildung zwingend vorgeschrieben ist, du dir aber fundiertes Fachwissen aneignen kannst.
Besonders geeignet sind:
- Hundetrainerin und Hundetrainer: gut für Menschen mit Hundeerfahrung, pädagogischem Geschick und Interesse am Verhalten der Hunde.
- Hundesitter oder Hundebetreuer: gut für den Einstieg in die praktische Betreuung, oft zunächst nebenberuflich möglich.
- Hundefriseurin und Hundefriseur: geeignet für handwerklich geschickte Menschen mit Geduld und Freude an Pflege.
- Hundegesundheitsberatung oder -ernährungsberatung: passt, wenn du dich für Vorsorge, Fütterung und Beratung interessierst.
- Hundeblogger oder Influencer: ideal, wenn du Content, Social Media und Hundeexpertise verbinden möchtest.
- Tierheilpraktikerin und Tierheilpraktiker: möglich als berufliche Neuorientierung, wenn du bereit bist, dich intensiv mit tiermedizinischen und naturheilkundlichen Grundlagen zu beschäftigen.
Für wen eignen sich Berufe mit Hunden?
Ein Beruf mit Hunden klingt für viele zunächst nach einem Traumjob. Damit daraus langfristig eine erfüllende Tätigkeit wird, solltest du ehrlich prüfen, ob der Arbeitsalltag zu dir passt.
Diese persönlichen Eigenschaften sind besonders wichtig:
- Du hast Geduld mit Hunden und Menschen: Hunde lernen unterschiedlich schnell. Auch Hundehalterinnen und Hundehalter brauchen oft Zeit, um neue Verhaltensweisen zu verstehen und umzusetzen.
- Du kannst gut beobachten: Körpersprache, Stresssignale, Unsicherheit, Schmerzen oder Überforderung zeigen sich oft in kleinen Details. Gute Fachleute sehen genau hin.
- Du bist körperlich belastbar: Viele Jobs mit Hunden bedeuten Bewegung, Stehen, Heben, Reinigen, Spazierengehen oder Arbeiten bei Wind und Wetter.
- Du arbeitest verantwortungsbewusst: Ob Hundeschule, Tierarztpraxis, Hundesalon oder Tierpension: Du trägst Verantwortung für Lebewesen und musst Grenzen erkennen.
- Du kommunizierst klar und freundlich: In fast allen Hundeberufen arbeitest du auch mit Halterinnen und Haltern. Beratung, Erklärung und manchmal auch Konfliktlösung gehören dazu.
- Du bist bereit, unternehmerisch zu denken: Viele Hundeberufe werden selbstständig ausgeübt. Dann brauchst du Wissen zu Preisen, Marketing, Versicherungen, Buchhaltung, Terminen und Kundenpflege.
- Du möchtest dich weiterbilden: Hundewissen entwickelt sich weiter. Gute Fachleute bleiben offen, reflektieren ihre Arbeit und erweitern ihr Wissen regelmäßig.
Ein Beruf mit Hunden eignet sich also besonders für Menschen, die Tierliebe mit Fachwissen, Belastbarkeit und Freude am Kontakt mit Menschen verbinden.
Warum lohnen sich Jobs mit Hunden?
Berufe mit Hunden können persönlich erfüllend sein und bieten zugleich interessante berufliche Perspektiven. Hunde sind für viele Menschen Familienmitglieder. Entsprechend groß ist die Bereitschaft, in Training, Pflege, Gesundheit, Betreuung und Wohlbefinden zu investieren.
- Emotionale Erfüllung: Du arbeitest mit Tieren, begleitest Fortschritte und kannst dazu beitragen, das Leben von Hunden und Halterinnen und Haltern zu verbessern.
- Sinnvolle Arbeit: Ob du einem unsicheren Hund mehr Alltagssicherheit gibst, einen älteren Hund physiotherapeutisch begleitest oder Halterinnen und Halter in Gesundheitsfragen berätst: Viele Tätigkeiten haben einen direkten Nutzen.
- Mehr Bewegung im Alltag: Viele Hundeberufe sind körperlich aktiver als klassische Büroberufe. Das kann abwechslungsreich und gesundheitsfördernd sein.
- Vielfältige Spezialisierungen: Du kannst dich z. B. auf Welpen, Senioren, Problemverhalten, Assistenzhund-Teams, Fellpflege, Ernährung, Naturheilkunde, Hundesport oder Content spezialisieren.
- Gute Chancen für Selbstständigkeit: Viele Tätigkeiten lassen sich freiberuflich, mobil, lokal oder online anbieten. Das eröffnet Gestaltungsspielraum, verlangt aber auch unternehmerisches Denken.
- Wachsende Nachfrage nach Fachwissen: Viele Hundehalterinnen und Hundehalter wünschen sich professionelle Unterstützung bei Erziehung, Gesundheit, Pflege und Ernährung. Gleichzeitig steigt der Anspruch an artgerechte Haltung und qualifizierte Beratung.
- Gehalt und Einkommen: Die Verdienstmöglichkeiten unterscheiden sich stark. Angestellte Tätigkeiten, etwa als Tierpflegerin bzw. Tierpfleger oder tiermedizinische Fachangestellte, orientieren sich häufig an Berufserfahrung, Region und Arbeitgeber. Selbstständige bestimmen ihre Preise selbst, müssen davon aber auch Versicherungen, Steuern, Fahrtzeiten, Räume, Weiterbildungen und Ausfallzeiten finanzieren.
Zusammenfassung: Berufe mit Hunden
Berufe mit Hunden sind vielfältig und bieten unterschiedliche Wege in die Arbeit mit Tieren. Wenn du gerne erziehst und erklärst, kann der Beruf als Hundetrainerin oder Hundetrainer zu dir passen. Interessierst du dich stärker für Gesundheit, Rehabilitation oder Naturheilkunde, kommen Tätigkeiten als Hundephysiotherapeutin oder Hundephysiotherapeut, Tierheilpraktikerin oder Tierheilpraktiker sowie Hundegesundheitsberaterin oder Hundegesundheitsberater infrage. Praktisch veranlagte Menschen finden im Bereich Hundepflege, Hundefriseur, Tierpflege oder Hundesitting passende Möglichkeiten. Kreative können mit Hundeblogs, Social Media oder eigenen digitalen Angeboten arbeiten.
Für den Quereinstieg bieten viele Hundeberufe gute Chancen. Entscheidend ist jedoch, dass du dich fachlich vorbereitest und die rechtlichen Voraussetzungen prüfst. So kannst du aus deiner Leidenschaft für Hunde eine verantwortungsvolle berufliche Perspektive entwickeln.
Häufige Fragen und Antworten zu Jobs mit Hunden
Es gibt viele Hundeberufe, zum Beispiel Hundetrainerin und Hundetrainer, Hundeführerin und Hundeführer, Hundezüchterin und Hundezüchter, Hundepflegerin und Hundepfleger, Hundefriseurin und Hundefriseur, Hundesitter, Tierheilpraktikerin und Tierheilpraktiker, Hundephysiotherapeutin und Hundephysiotherapeut, Hundeverhaltenstherapeutin und Hundeverhaltenstherapeut oder Hundeernährungsberaterin und Hundeernährungsberater.
Eine nebenberufliche Tätigkeit eignet sich, wenn du erste Erfahrungen sammeln, dein Angebot testen oder dir langsam eine Kundschaft aufbauen möchtest. Das kann zum Beispiel als Hundesitterin oder Hundesitter, Hundebloggerin oder Hundeblogger, Hundefriseurin oder Hundefriseur, Hundetrainerin oder Hundetrainer sowie Beraterin oder Berater im Bereich Hundegesundheit sinnvoll sein. Eine hauptberufliche Tätigkeit passt eher, wenn du bereits Fachwissen, Praxiserfahrung, ein klares Angebot, realistische Preise und genügend Zeit für Kundenbetreuung, Organisation und Weiterbildung mitbringst.
Einige Berufe mit Hunden erlernst du über klassische Ausbildungen, zum Beispiel als Tierpflegerin oder Tierpfleger, Tierwirtin oder Tierwirt oder als tiermedizinische Fachangestellte bzw. tiermedizinischer Fachangestellter. Andere Tätigkeiten eignen sich für Weiterbildungen oder Fernkurse, etwa als Hundetrainerin oder Hundetrainer, Tierheilpraktikerin oder Tierheilpraktiker oder im Bereich Tierpsychologie. Wichtig ist, dass du auf seriöse Inhalte, Praxisbezug, rechtliche Grundlagen und fachliche Betreuung achtest. Bei der sgd findest du passende Fernkurse in den Bereichen Hundetraining, Tierpsychologie und Tierheilpraktik.
Mit dem SGD-Kurs Hundetrainer/in bereitest du dich praxisnah auf dieses vielseitige Berufsfeld vor. Du lernst, Trainingsmethoden gezielt einzusetzen, individuelle Verhaltensmuster zu erkennen und Hundehalter:innen kompetent zu beraten. Der Kurs vermittelt dir fundiertes Wissen zu Lerntheorien, Kommunikation, Hundeerziehung und Praxisübungen, sodass du Schritt für Schritt in die Lage versetzt wirst, als Hundetrainer:in selbständig oder angestellt zu arbeiten.
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